BDSM

Letzte Aktualisierung am 04.02.2019 | 45 Aufrufe | Fehler melden

Bedeutung

BDSM ist ein Begriff, der für ein breites Spektrum von Sexualpräferenzen verwendet wird. Ein Teil davon befasst sich mit Dominanz oder Unterwerfung, gleichzeitig die Lust am Schmerz. Oftmals sind Fesselspiele involviert.

Ausgeschrieben bedeutet die Abkürzung: Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism – Fesselspiele und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus.

Praktizierenden Teilnehmern der BDSM-Szene ist es wichtig, Außenstehenden klarzumachen, dass sämtliche Handlungen – und mögen diese noch so erniedrigend und quälend erscheinen – im gegenseitigen Einvernehmen geschehen.

So ist es beispielsweise Sitte, einem Interessenten, der vorher noch nie etwas mit BDSM zu tun hatte, zu erklären, dass es stets ein ‚Stopp-Wort‘ gibt, bei dessen Nennung sämtliche Handlungen seitens des dominierenden Parts abgebrochen werden und somit die psychische als auch physische Unversehrtheit des devoten Parts gewahrt bleibt.

Öffentliches Interesse

Ursprung

Der Bereich BDSM gehört zu den ältesten Praktiken unserer Zeit. Erste Aufzeichnungen wurden bereits im 9. Jahrhundert getätigt, daher zieht sich der Begriff quer durch die menschliche Geschichte.

Geschichtlich hat sich das Spektrum hauptsächlich in Form der sogenannten ‚Lederbewegung‘ verbreitet, einer Subkultur der Szene, die nach dem zweiten Weltkrieg entstanden ist.

Ins Internet gelangte der Begriff erstmals Mitte der 1990er Jahre, wo Interessierte die perfekte Plattform hatten, um sich gegenseitig über das Thema auszutauschen. Noch heute ist das Internet die zentrale Basis für viele Menschen, die an BDSM interessiert sind.

Verbreitung

Auch wenn es BDSM schon immer gab, wurde es stets hinter vorgehaltener Hand ausgeübt, da sich niemand der Schmach hingeben wollte, dass er diese Art der Sexualität betreibt. Zudem genoss über einen langen Zeitraum hinweg die BDSM-Szene keinen guten Ruf.

Auch rechtliche Hintergründe sorgten zunehmend dafür, dass Interessierte ihre Vorlieben lange vor der Öffentlichkeit geheim hielten. Innerhalb Deutschlands sind die in BDSM enthaltenen Sexualpraktiken zwar nicht strafbar, sofern sie im gegenseitigen Einvernehmen vorgenommen werden.

Es gibt jedoch Straftatbestände, die unter gewissen Voraussetzungen und Umständen heraus relevant werden können. Darunter die sexuelle Nötigung, schwere Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsberaubung oder sexueller Missbrauch.

Und auch wenn es bereits vorher in der Belletristik entsprechende Literatur gab, so hat BDSM es auf eine neue Ebene geschafft, als 2011 die Buchreihe ‚Fifty Shades of Grey‘ erschienen ist.

Das inzwischen 4 Bände umfassende Werk von E.L. James veranlasste zahlreiche Leser dazu, sich mit dem Spektrum zu befassen. Mit der Verfilmung hat sich das Material schließlich noch weiter verbreitet.

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