Dark Web

Letzte Aktualisierung am 06.11.2019 | 11 Aufrufe | Fehler melden

Bedeutung

Das sogenannte Dark Web bezeichnet einen Teil des World Wide Webs, den man mit den bekannten Browsern nicht mehr erreichen kann. Man benötigt einen speziellen Browser, wie beispielsweise den Tor-Browser, um Zugang zu erhalten.

Man kann sich das Web in diesem Zusammenhang vorstellen wie einen Eisberg, an dessen Spitze das normale Web liegt, in dem alle legalen oder zumindest halbwegs legalen Webseiten zu finden sind. Es wird staatlich kontrolliert und jede Internetseite ist theoretisch von jedem PC aus direkt oder einfach über u. a. Google auffindbar und zugänglich.

Unter der Oberfläche liegt das Deep Web. Die hier gespeicherten Seiten sind schon nicht mehr über normale Suchmaschinen wie Google auffindbar. Hier werden unter anderem themenspezifische Fachdatenbanken betrieben; dazu gehören auch Webseiten aus dem Intranet.

Weit darunter befindet sich das „Dark Web“ oder auch „Dark Net“. Es ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es keinerlei greifbarer Überwachung unterliegt und seine Nutzer sich durch die spezielle Gestaltung des Netzwerks und Zahlungsmethoden wie Krypto-Währungen anonym bewegen können.

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Öffentliches Interesse

Ursprung

Die Entstehung des „Dark Webs“ geht zurück in die 1970er Jahre, in denen es ursprünglich entwickelt wurde, um eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten.

Die hohe Anonymität durch die Verschlüsselung der Daten haben aber Kriminelle recht schnell für sich entdeckt. Durch die Erfindung von Krypto-Währungen gab es dahingehend einen regelrechten Boom.

Verbreitung

Das Surfen im „Dark Web“ ist per se nicht illegal. Allerdings lässt der hohe Grad an Anonymität natürlich illegale Machenschaften florieren und öffnet Schwarzmärkten die Option, Waffen und Drogen zu verkaufen.

Navigiert man sich unvorsichtig durch das „Dark Web“ und kennt sich mit der Materie nicht richtig aus, läuft man außerdem Gefahr Opfer von Hackerangriffen zu werden. Die Nutzung dieses Teils des Webs ist für unerfahrene Personen mit einem erheblichen Risiko verbunden.

Auch Whistleblower (Informanten) wie Edward Snowden nutzen das „Dark Web“, um sensible Informationen zu verbreiten, die nicht für die Mehrheit der Menschen gedacht sind.

Durch die fehlende Überwachung gibt es keinerlei Zensur der Inhalte und daher eignet es sich perfekt, um Quellen zu schützen und gleichzeitig Missstände publik zu machen. Gleiches gilt für Journalisten oder Menschen aus streng autoritär regierten Ländern, die durch das „Dark Web“ wiederum Zugriff auf soziale Medien erlangen können.

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