Gamergate

Letzte Aktualisierung am 04.08.2019 | 22 Aufrufe | Fehler melden

Überblick

Unter GamerGate sind ab 2014 eine Reihe von Ereignissen bekannt geworden, bei denen es um sexistische Angriffe gegen Frauen aus der Videospielbranche und Gaming-Journalisten geht.

Zudem bildete sich auch eine Art Bewegung, deren Anhänger sich selbst „Gamergater“ nennen und zu Höchstzeiten mehrere tausend Menschen umfasst haben.

Öffentliches Interesse

Hintergründe

Angefangen hat es mit der Spieleentwicklerin Zoe Quinn, die 2014 in einem Blogpost von ihrem Exfreund beschuldigt wurde, für eine gute Rezension zu ihrem Spiel Depression Quest, sexuelle Beziehungen zu Kritikern unterhalten zu haben.

Auch wenn dies nicht der Wahrheit entsprach, war es für eine Korrektur zu spät, da dutzende Spieler unter dem Hashtag #gamergate verbal auf sie losgingen.

Dies steigerte sich bis hin zu Morddrohungen und Doxing.

Daraus entwickelten sich dennoch große Zweifel der Gamergate-Anhänger an der Integrität von Spiele-Journalisten. Dadurch wuchs die Bewegung und breitete sich auf 4chan, Reddit, Twitter und anderen Plattformen massiv aus.

Konservativ und frauenfeindlich wurde sich dazu geäußert und Befürworter von Quinn, Journalisten und andere Frauen aus der Videospielbranche wurden beleidigt, bedroht und für angebliche Handlungen kritisiert.

Vor allem Journalisten begannen sich zu erklären und zu verteidigen, nachdem herauskam, dass einige von ihnen Spieleentwicklerinnen auf Patreon unterstützten. Dies wurde von den „Gamergater“ dazu genutzt, diese u.a. der Bestechlichkeit zu beschuldigen.

Im Endeffekt trat es eine riesige Diskussion los, die sich über diverse Plattformen im Internet, Blogs und Foren bis hin zum Fernsehen ausbreitete.

Dadurch formierten sich nicht nur Gamergate-Anhänger zu Tausenden, sondern auch diejenigen, die den Sexismus in der Spielebranche und das Verurteilen von Kritikern anprangern.

Daraus resultierten u.a. folgende Ereignisse:

  • r/KotakuinAction – Vom Redditor david-me eröffnet, wurde der Subreddit mit mehr als 100.000 Abonnenten einer der größten Community-Punkte gegen „Gamergate“.
  • Anti-Gamer-Backlash – Newsseiten, Journalisten und unabhängige Entwickler forderten in Artikeln und einem offenen Brief, die betroffene Gamer-Community auf, die Diskriminierung zu beenden.
  • Blogger vs. Journalisten – Um den Beschuldigungen zu entkommen, fingen mehrere Journalisten an, sich fortan als Blogger zu bezeichnen.
  • #GameOverGate – Von Zoe Quinn initiiert, machte sich das Hashtag über die Gamergate-Bewegung lustig
  • 4chan-Zensur – Das Imageboard goss Öl ins Feuer, als es diverse Beiträge zu „Gamergate“ löschte. Daraufhin gab es eine Massenwanderung zu 8chan.

Es folgten noch diverse weitere Vorkommnisse, Memes, Videos und Tweets auf beiden Seiten, bei denen sich auch Persönlichkeiten wie Julian Assange zu Wort meldeten.

Während all der Zeit mussten sich diverse Frauen aus der Spielebranche mit Morddrohungen und anderen Gefährdungen auseinandersetzen.

Zudem entwickelten sich weitere Bewegungen aus „Gamergate“, wie beispielsweise PizzaGate.

Auch wenn die GamerGate-Auseinandersetzung 2014 Hochkonjunktur hatte, ist sie bis heute (2019) nur abgebt, aber nie beendet worden.

Video

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