Shitstorm

Letzte Aktualisierung am 11.06.2019 | 7 Aufrufe | Fehler melden

Bedeutung

Im Netzjargon bezeichnet ein „Shitstorm“ das überfallartige Kommentieren vieler User eines Beitrags auf einer Plattform wie Social Media.

In den meisten Fällen sind diese Kommentare reine Schmähkritik, Beleidigungen, Drohungen oder andere negativ geprägte Äußerungen, die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben.

So lassen viele User in kürzester Zeit Ihren Ärger über ein Geschehnis freien Lauf.

Das Internetphänomen ist auf Plattformen wie Facebook, Twitter, YouTube oder unter Blogbeiträgen zu finden und kann Einzelpersonen, Unternehmen oder sonstige Institutionen treffen.

„Shitstorm“ ist ein Anglizismus und besteht aus den beiden englischen Wörtern „shit“ (für „Scheiße“) und „storm“ (für „Sturm“).

Da es keine adäquate deutsche Übersetzung dafür gibt, setzte sich dieser Begriff durch.

Öffentliches Interesse

Ursprung

Der Begriff „Shitstorm“ kommt zwar aus dem Englischen, hat in diesem Sprachraum jedoch noch weitere Verwendungen, wie zum Beispiel als Bezeichnung für eine unangenehme Situation.

Dortzulande ist zudem der Begriff „Firestorm“ verbreiteter. Im Deutschen ist jedoch ausschließlich das innerhalb kurzer Zeit massenhafte abfällige Reagieren auf einen Beitrag zu verstehen.

Darüber hinaus ist über die Entstehung des Anglizismus nicht viel bekannt.

Dieser etablierte sich für das Phänomen, von einigen internetaffinen Personen wie dem Blogger Sascha Lobo oder dem Schriftsteller John Irving erwähnt, ungefähr ab dem Jahr 2006.

Variationen eines Shitstorms sind „Candystorm“, „Flauschstorm“ und „Lovestorm“, welche sich ebenfalls mit anderen Merkmalen im Netzjargon etabliert haben.

Verbreitung

„Shitstorm“ ist inzwischen einer der bekanntesten Begriffe im Internet.

Der Vorgang selbst kommt – in Anbetracht der täglich im Netz veröffentlichte Beiträge – häufig vor.

Bei großen Unternehmen wie Nestlé, Deutsche Bahn, Henkel, Volkswagen sowie auch prominenten Personen konnten Shitstorms bereits für einen Zeitraum, aber auch teilweise nachhaltig, das öffentliche Ansehen in Verruf bringen.

In Deutschland wurde der Begriff zum Anglizismus des Jahres 2011 und in der Schweiz zum Wort des Jahres 2012 gewählt.

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