Whataboutism

Letzte Aktualisierung am 31.01.2020 | 45 Aufrufe | Fehler melden

Inhaltsverzeichnis: 1. Bedeutung | 2. Ursprung | 3. Verbreitung

Bedeutung


Was bedeutet Whataboutism?

Bei Whataboutism handelt es sich um eine Gesprächstechnik, die von Vorwürfen oder unliebsamen Themen ad hoc ablenken soll.

Sie existiert schon seit vielen Jahren, findet aber in den aktuellen Zeiten besonders bei brisanten Themen wie Flüchtlinge, Mittelmeer, Krieg oder Rechtspopulismus verstärkt Anwendung.

Der englische Begriff setzt sich aus den beiden Worten „What about“ für „Was ist mit…“ und dem Suffix „-ism“ zusammen.

Grund des rhetorischen Stilmittels ist es dem Vorwurf des Gesprächspartners mit einem gleich schweren Vorwurf zu entgegnen.

Dabei ist es irrelevant, ob dieser thematisch passt. Daher ist das Ziel des „Whataboutism“ mit der Gegenanschuldigung das Thema zu wechseln und den Gegenüber zu diskreditieren.

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Öffentliches Interesse

Ursprung des Begriffes

Entstanden ist der „Whataboutism“ bereits als Propaganda-Technik in der Sowjetunion. Der Begriff selbst wurde jedoch erst 2008 durch den Journalisten Edward Lucas kreiert.

Dieser bezog sich damit auf das Verhalten Russlands, welches auf diese Art den Anschuldigungen westlicher Länder entgegentritt.

Danach verbreitete sich die Bezeichnung schnell in der Onlinesprache, wobei die Gesprächstechnik bereits vorher oft angewandt wurde – nur, dass diese nun fortan einen Namen bekam.

Verbreitung des Begriffes

Heutzutage vergeht kein Tag mehr an dem kein „Whataboutism“ stattfindet. Er ist in Talkshows, Nachrichtensendungen, politischen Debatten, Diskussionen in den sozialen Netzwerken, verbalen Unterhaltungen und in vielen anderen Bereichen präsent.

Anders als die meisten anderen Phänomene ist der „Whataboutism“ zudem weltweit verbreitet und nicht nur innerhalb bestimmter Nationen oder Völkern.

Video

Weitere Informationen/Quellen

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Seit klein auf als Gamer unterwegs. War schon im Netz aktiv, als Meme noch ein Fremdwort war. Norddeutscher Schreiberling, der auf digitales Gedöns steht.



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