Swag

Letzte Aktualisierung am 06.10.2020 | 320 Aufrufe | Fehler melden

Inhaltsverzeichnis: 1. Bedeutung | 2. Ursprung | 3. Verbreitung

Bedeutung


Was bedeutet Swag?
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Swag ist die Abkürzung von „to swagger“, was so viel wie „prahlen“ oder „stolzieren“ bedeutet.

Innerhalb der Jugendsprache ist es ein Begriff für eine charismatisch-positive Ausstrahlung und ein Synonym für „cool“.

Da der Begriff seit einigen Jahren unter einer Überbenutzung leidet, wird es auch immer häufiger im sarkastischen und ironischen Sinne verwendet.

Im Vergleich zu vielen anderen Jugendwörter ist „Swag“ jedoch der Jugendsprache erhalten geblieben und wird noch entsprechend verwendet.

Dabei ist es nicht unüblich, dass Begriffe und Wörter sich über die Jahre abnutzen und diese von neuen Generationen ersetzt werden.

2011 wurde „Swag“ vom Verlag Langenscheidt sogar zum Jugendwort des Jahres gekürt.

Öffentliches Interesse

Ursprung des Begriffes

Im Englischen ist „Swag“ gemeinhin seit vielen Jahrhunderten bekannt, wobei der Ursprung des Wortes auf das skandinavische Wort „svagga“ bzw. das altnordische Wort  „sveggia“ zurückgeht.

Beide bedeuten übersetzt „taumeln“.

Im Laufe der Zeit veränderte sich die Bedeutung des Begriffs, vor allem mit der Überführung ins Englische.

Aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds zwischen den altnordischen Völkern, wie den Wikingern, und dem damals noch in vier Reiche unterteilten Großbritannien ist das auch nicht weit hergeholt.

Ab dem ersten Raubzug durch die Wikinger auf der Insel verdichteten sich durch den Kontakt beider Völkergruppen auch die Sprachen und so wurde das ein oder andere Wort leicht verändert in die englische Sprache transferiert.

Bereits im 15. Jahrhundert verwendete William Shakespeare das Wort „swagger“ in einem seiner Werke.

Er nutzte es, um „herumstolzieren“ oder „prahlen“ auf eine andere Art und Weise zu beschreiben. Allgemein bediente er sich gerne Wörtern, die der englischen Sprache fremder sind.

Verbreitung des Begriffes

Der Grund, weshalb der Begriff in Deutschland populär wurde, liegt aber in der jüngeren Vergangenheit.

Verbreitet hat sich „Swag“ im deutschsprachigen Raum durch den österreichischen Rapper Money Boy.

Dieser coverte 2011 den Song „Turn My Swag On“ von dem US-amerikanischen Rapper Soulja Boy.

Innerhalb von 14 Monaten erreichte Money Boy mit seinem Hit „Dreh Den Swag Auf“ 14 Millionen Klicks auf YouTube.

Somit wurde er der Auslöser dafür, dass sich das Wort in Deutschland, Österreich und der Schweiz so stark verbreitet hat.

Neben der glorifizierten und positiven Verwendung unter meist jungen Leuten, wurde „Swag“ auch zum Ziel von Sarkasmus und Häme.

Und wie das Netz eben mit Dingen umgeht, über das es sich lustig machen möchte, entstanden zahlreiche Memes.

Diese machen sich seit dem durch albern wirkende Bilder, die mit „Swag“ betitelt sind, über das Wort lustig.

Zum Schluss noch ein Hinweis: „Swag“ wird als Abkürzung auch für diverse Phrasen und Begriffe verwendet.

Achtet also immer auf den Kontext, ob nicht folgende Ausschreibungen des Wortes zutreffen könnten:

  • Souvenirs, wearables and gifts (wird oft in den USA und dem Vereinigten Königreich im Einzelhandel für Werbegeschenke verwendet)
  • Sold without a guarantee
  • Sexy with a bit of gangster
  • She wants a gentleman
  • Stolen without a gun

 

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Video

Weitere Informationen/Quellen

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Wenn Julia nicht gerade Begriffe und Memes für Onlinesprache.de definiert, verbringt sie ihre Freizeit mit Fan-Fiction. Sie ist immer auf der Suche nach neuen Trends, die früher oder später auch in Deutschland ankommen.



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