Weeb

Erklärung zuletzt aktualisiert am 31.01.2019 | 2.667 Aufrufe

Bedeutung

Als Weeb wird jemand bezeichnet, der ein Fan von Japan ist, selbst aber nicht aus diesem Land stammt. Kennzeichnend für den Weeb ist, dass er sein Fandasein durch Sprache, Verhalten und Aussehen Außenstehenden zeigt.

Kurzum werden damit Menschen bezeichnet, die auf eine übertriebene Art verrückt nach Japan sind und allem, was damit zu tun hat.

Öffentliches Interesse

Ursprung

Innerhalb der 1990er Jahre schwappte eine regelrechte Welle der japanischen Kultur Richtung Europa. Damals war man gespannt auf die neuesten Animes, Mangas und befasste sich mit der japanischen Sprache.

In vielen Kreisen kam das Wort ‚Otaku‘ auf, welches einen Fan kennzeichnete, der sich gerne mit der Kultur und auch den Kunstformen des Mangas und Animes beschäftigte.

Schon damals gab es die eine oder andere Convention, wo sich Otakus, ergo Gleichgesinnte, miteinander trafen. Einige von ihnen lernten aus Spaß an der Freude die japanische Sprache auf einem ernsthaften Niveau.

Die Otakus waren praktisch die Vorstufe der Weebs. Diese entwickelten sich erst mit der Entstehung der heutigen Internetkultur.

Verbreitung

Man munkelt, Weebs entwickelten sich infolge der Verbreitung des Internets. Ihnen war nun die Möglichkeit gegeben, sich noch mehr mit der Thematik zu befassen und einige entwickelten eine extreme Affinität zu dem fremden Land.

Im Laufe der Zeit kamen sie auch mit Seiten Japans in Berührung, mit denen sich zuvor noch niemand beschäftigt hatte. Dazu gehören beispielsweise Dakimakuras – riesige Kissenbezüge, auf denen sich ein Anime-Charakter oder andere japanische Mangafiguren befinden.

Ein Weeb hat grundsätzlich mindestens eines davon und nimmt es abends mit ins Bett. Besondere Fanatiker bezeichnen die darauf abgebildete Figur auch als ‚Waifu‘, ihre Frau.

Ansehen eines Weebs

Weebs nutzen zwar die japanische Sprache, jedoch nicht, um sie ernsthaft zu lernen, sondern nur, um sich dem entsprechenden Interesse nach außen hin zugeneigt zu zeigen.

Dementsprechend verwenden sie beispielsweise statt des Begriffs ’süss‘ grundsätzlich nur ‚kawaii‘ und hängen an alle Namen ein -chan oder -sama an.

Der Weeb hat ein ungesundes Maß seines Fandaseins erreicht. Prinzipiell sind sie als harmlos einzustufen, werden auf vielen ‚gewöhnlichen‘ Internetplattformen aber als nervig und idiotisch eingestuft.

In der japanischen Kultur sind Weebs mit einem negativen Image behaftet. Nicht zuletzt deshalb, weil dieser Bewegung nicht selten eine pädophile Neigung anhängt.

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